naturbo Lehm-Holzfaser-System vs. konventionelle Innendämmung
Auf einen Blick
Das naturbo Lehm-Holzfaser-System bietet durch seine kapillaraktive Struktur und den Verzicht auf Dampfbremsen ein hohes Maß an Sicherheit gegen Feuchteschäden im Altbau. Im direkten Vergleich zur konventionellen Innendämmung mit EPS oder Mineralwolle, die bei fehlerhafter Ausführung der Dampfsperre ein hohes Risiko für Tauwasserbildung und Schimmel im Wandaufbau birgt, reguliert das Lehm-System Feuchtigkeit aktiv. Für Projekte, bei denen neben der Wärmedämmung auch die thermische Speichermasse und ein gesundes Raumklima im Fokus stehen, ist das naturbo-System technisch überlegen.
Problem
Das naturbo Lehm-Holzfaser-System ist eine diffusionsoffene Innendämmung, die ohne Dampfbremse auskommt und Feuchtigkeit kapillar reguliert. Im Gegensatz dazu erfordern konventionelle EPS- oder Mineralwoll-Systeme eine absolut fehlerfreie Dampfsperre, um Tauwasserbildung zu vermeiden. Das Lehm-System bietet zudem eine höhere thermische Speichermasse, was den sommerlichen Hitzeschutz verbessert und das Raumklima durch Feuchtepufferung stabilisiert.
Kurzantwort
Das naturbo Lehm-Holzfaser-System bietet durch seine kapillaraktive Struktur und den Verzicht auf Dampfbremsen ein hohes Maß an Sicherheit gegen Feuchteschäden im Altbau. Im direkten Vergleich zur konventionellen Innendämmung mit EPS oder Mineralwolle, die bei fehlerhafter Ausführung der Dampfsperre ein hohes Risiko für Tauwasserbildung und Schimmel im Wandaufbau birgt, reguliert das Lehm-System Feuchtigkeit aktiv. Für Projekte, bei denen neben der Wärmedämmung auch die thermische Speichermasse und ein gesundes Raumklima im Fokus stehen, ist das naturbo-System technisch überlegen.
Quellen & Nachweise
Geprüfte Institutionen und Vorgaben, deren Nachweise in diese Entscheidung eingeflossen sind:
- https://www.naturbo.de/loesungen/innendaemmung
- https://www.naturbo.de/content/files/allg.artikel/broschueren/_pd_pdf₁24de6c17e4e96b4422ec915a70255605b83d384a.pdf
- https://www.irbnet.de/daten/baufo/20128035716/D_Bauphysik_und_Bauschadensanalyse.pdf
- https://www.oekobaudat.de
- GEG Gebäudeenergiegesetz 2024, §71 Heizungsaustauschpflicht
- KfW Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG), Programm 261 (2024)
- DIN 18599 Energieeffizienz von Gebäuden (2023)
Kriterien-Vergleich — Fakten-Matrix
| Kriterium | naturbo Lehm-Holzfaser-System | Konventionelle Innendämmung (EPS/Mineralwolle) |
|---|---|---|
| Investition | ca. 30–45 €/m² (naturbo System, Material) | ca. 15–30 €/m² (EPS/Mineralwolle, Material) |
| Betriebskosten | keine — passiv, feuchteregulierend | keine — passiv (EPS) bzw. diffusionsoffen (Mineralwolle) |
| Lebensdauer | >50 Jahre bei diffusionsoffenem Aufbau | >30 Jahre (EPS), >50 Jahre (Mineralwolle) |
| Förderung | Förderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG nur als Gesamtsystem) | Förderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG-Status baustoffabhängig) |
| CO₂-Bilanz | Lehm + Holzfaser: bindet biogenen Kohlenstoff: ca. 0,5 bis 1,0 kg CO₂/kg (Herstellerangabe, Module A1-A3) | EPS: ca. 3–5 kg CO₂/kg (erdöl-basiert), Mineralwolle: ca. 1,2–1,8 kg CO₂/kg |
Wo fehlen geprüfte Kennwerte? Ehrlich, ohne Marketing
Systemkette — Was kommt auf die Gewerke zu?
- naturbo erfordert Lehmputz-System als Oberfläche (nicht Gips/Kalk)
- Innendämmung: diffusionsoffener Aufbau → keine Dampfbremse (im Gegensatz zu EPS)
- Holzweichfaserkern: zusätzlicher Wärmeschutz (λ ~0,04–0,05 W/(m·K))
- Logistik: Palettenlieferung, Gewicht ca. 15–25 kg/Platte — manuelle Verarbeitung möglich
Diese Fragen sollten Sie dem Hersteller stellen
- Welche Wärmeleitfähigkeit (λ) und Rohdichte hat die naturbo-Lehmbauplatte mit Holzfaserkern?
- Ist die Platte diffusionsoffen (μ-Wert) und wie hoch ist die Wasseraufnahme?
- Liegt eine EPD nach EN 15804 vor?
- Welche Systemkomponenten (Lehmputz, Befestigung, Armierung) werden angeboten?
Welche GreenBuild-Prinzipien werden durch diese Entscheidung unterstützt?
Jede Empfehlung auf dieser Plattform folgt demselben nachvollziehbaren System. Diese Entscheidung unterstützt die folgenden Prinzipien aus dem GreenBuild Manifest:
Wir nutzen Gebäudestruktur, Speichermasse und natürliche physikalische Effekte vor aktiver Technik.
→ Kann das Problem passiv gelöst werden — ohne Energieverbrauch?
Gebäude werden so geplant, dass sie zerlegt, sortiert und wiederverwendet werden können.
→ Kann das Gebäude am Ende zerlegt und wiederverwendet werden?
Keine Schadstoffe, keine Dampfbremsen aus Verbundstoffen, keine versteckten Risiken.
→ Sind alle verwendeten Materialien schadstofffrei und diffusionsoffen?
Lebenszykluskosten statt Kaufpreis. Die billigste Lösung ist selten die günstigste.
→ Was kostet diese Lösung über 50 Jahre — inklusive Wartung, Austausch und Energie?
Gebäude, die bei 40°C, Starkregen und Nutzungswechsel funktionieren — heute und 2050.
→ Funktioniert das Gebäude auch bei 40°C, Starkregen und geänderter Nutzung?
Praxis — Welche Gebäude wurden bereits so gebaut?
Reale Referenzprojekte aus dem Markt, die diese Lösung bereits erfolgreich umgesetzt haben — mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.
Die Suche findet real gebaute Projekte mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.
Kosten — Investition, Betrieb, Lebenszyklus
| Kriterium | naturbo Lehm-Holzfaser-System | Konventionelle Innendämmung (EPS/Mineralwolle) |
|---|---|---|
| Investition | ca. 30–45 €/m² (naturbo System, Material) | ca. 15–30 €/m² (EPS/Mineralwolle, Material) |
| Betriebskosten/Jahr | keine — passiv, feuchteregulierend | keine — passiv (EPS) bzw. diffusionsoffen (Mineralwolle) |
| Lebensdauer | >50 Jahre bei diffusionsoffenem Aufbau | >30 Jahre (EPS), >50 Jahre (Mineralwolle) |
| Förderung | Förderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG nur als Gesamtsystem) | Förderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG-Status baustoffabhängig) |
| CO₂-Bilanz | Lehm + Holzfaser: bindet biogenen Kohlenstoff: ca. 0,5 bis 1,0 kg CO₂/kg (Herstellerangabe, Module A1-A3) | EPS: ca. 3–5 kg CO₂/kg (erdöl-basiert), Mineralwolle: ca. 1,2–1,8 kg CO₂/kg |
Klimawandel — Wie funktioniert das bei 40°C, Starkregen, Trockenheit 2050?
Einschätzung Zukunftsrisiko: gering (redaktionelle Bewertung, projektabhängig).
Wir prüfen jede Entscheidung gegen die Klimaszenarien 2050: Hitzewellen, Starkregen, Trockenheit. Eine Lösung, die nur heute funktioniert, ist keine Lösung.
Quellen — vollständig, mit Originalquelle
- naturbo Lehm GmbH — Innendämmung – naturbo - Raumklima zum Wohlfühlen. Quelle: https://www.naturbo.de/loesungen/innendaemmung
- naturbo Lehm GmbH — Ökointelligentes Raumklima. Quelle: https://www.naturbo.de/content/files/allg.artikel/broschueren/_pd_pdf₁24de6c17e4e96b4422ec915a70255605b83d384a.pdf
- IRBnet — Bauphysik und Bauschadensanalyse. Quelle: https://www.irbnet.de/daten/baufo/20128035716/D_Bauphysik_und_Bauschadensanalyse.pdf
- GEG Gebäudeenergiegesetz 2024, §71 Heizungsaustauschpflicht
- KfW Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG), Programm 261 (2024)
- DIN 18599 Energieeffizienz von Gebäuden (2023)
- ÖKOBAUDAT — Zentrale Datenbank des BBSR für Lebenszyklusdaten und EPDs: https://www.oekobaudat.de
Building Advisor — Welche nächste Entscheidung ergibt sich?
Diese Entscheidung ist selten isoliert. Sie führt zu Folgefragen: Welche Förderung greift? Wie kombiniere ich Heizung, Kühlung und Lüftung? Passt das zu meinem Gebäudetyp?
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