Schaumglasplatten und Schaumglasschotter
Stand: 2. November 2026
Druckfeste, dämmende Gründungsschicht aus recyceltem Glas – trägt und dämmt gleichzeitig, kapillarpassiv, CE-zugelassen.
Schaumglasplatten und Schaumglasschotter aus recyceltem Glas sind druckfest (≥ 0,6 MPa), kapillarpassiv, frostbeständig und CE-konform. Als Gründungsschicht ersetzen sie sowohl tragende als auch wärmedämmende Schichten unter Bodenplatten.
Schaumglasplatten und Schaumglasschotter – Gründen ohne Beton mit Glasschaum
Schaumglas (Cellular Glass) wird aus recyceltem Glas hergestellt und aufgeschäumt. Es ist druckfest, kapillarpassiv (kein Wasseraufstieg), frostbeständig und biologisch inert. Als Platte oder Schotter unter der Bodenplatte eingesetzt, ersetzt es zwei Schichten: die tragende Schotterschicht und die Wärmedämmung.
Technische Daten
- Druckfestigkeit: ≥ 0,6 MPa (Platten) / ≥ 0,2 MPa (Schotter)
- Wärmeleitfähigkeit λ: 0,042–0,080 W/mK
- Wasseraufnahme: < 0,5 Vol.-% (kapillarpassiv)
- Recyclinganteil: 60–100 % (Szenariorechnung) aus Altglas
- Norm: EN 13167 (CE-Kennzeichnung)
Einsatz als Fundamentschicht
Unter leichten Holzrahmenkonstruktionen, Strohbaugebäuden und modularen Gebäuden kann auf eine klassische Betonbodenplatte verzichtet werden, wenn auf dem Schaumglasschotter eine schlanke Holz- oder Stahl-Trägerkonstruktion aufliegt. Dadurch wird die gesamte Gründung betonlos ausführbar.
Nachhaltigkeit
- CO₂-Bilanz: deutlich besser als EPS/XPS, hergestellt aus Recyclingmaterial
- Rückbaubarkeit: Granulat kann abgetragen und wiederverwendet oder recycelt werden
- Frostbeständigkeit: keine Beschädigung durch Gefrier-Tau-Wechsel
🧩 Wo Schaumglas optimal eingesetzt wird
Kein Baustoff funktioniert allein. Schaumglasplatten und Schaumglasschotter entfaltet seine Stärken im richtigen System. Hier sind die optimalen Kombinationen:
Schaumglas ist das ideale betonfrei-kombinierbare Fundament-Dämmsystem unter Strohbau: kapillarbrechend, druckfest, kein Aufsteigen von Feuchtigkeit.
Schaumglas unter Holzbodenplatten verhindert Feuchteschäden am Holztragwerk dauerhaft — oft günstigere Lebenszykluskosten als XPS.
λ 0,07–0,08 W/mK ermöglicht schlanke Aufbaudicken bei Passivhaus-Anforderungen. Keine Wärmebrücken an Fundamentkante.
Schaumglas + Strohwand + Lehmputz = vollständig mineralisches, kreislauffähiges und wohngesundes Grundsystem.
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