Radon im Wohnraum
Stand: 2. November 2026
Radon ist ein radioaktives Edelgas, das natürlich aus dem Boden in Wohngebäude eindringen kann. Es stellt nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland dar.
Radon ist ein natürliches, radioaktives Edelgas aus dem Boden. Es kann durch Undichtigkeiten in Fundamenten in Innenräume gelangen. Hohe Konzentrationen sind gesundheitsgefährdend und erhöhen das Lungenkrebsrisiko, daher sind Messung und Sanierung bei Überschreitung der Grenzwerte entscheidend.
Radon im Wohnraum: Gefahren, Messung und Sanierung
Radon ist ein natürliches Zerfallsprodukt von Uran, das überall in der Erdkruste vorkommt. Je nach geologischer Beschaffenheit des Untergrunds treten unterschiedliche Mengen an Radon an die Oberfläche. In Deutschland gibt es Regionen mit erhöhtem Potenzial, insbesondere in den Mittelgebirgen.
Warum ist Radon gefährlich?
Das Gas Radon selbst ist weniger problematisch, jedoch zerfallen seine kurzlebigen Folgeprodukte in feste, radioaktive Aerosole. Werden diese eingeatmet, lagern sie sich in der Lunge ab und setzen beim weiteren Zerfall Alpha-Strahlen frei, die das Lungengewebe schädigen und das Krebsrisiko drastisch erhöhen.
Erkennung und Messung
Da Radon unsichtbar und geruchlos ist, kann es nur mit speziellen Messgeräten (Passivsammler oder digitale Echtzeitmonitore) über einen Zeitraum von idealerweise 12 Monaten nachgewiesen werden. Kurzzeitmessungen sind aufgrund der tages- und jahreszeitlichen Schwankungen nur bedingt aussagekräftig.
Schutzmaßnahmen im Neubau
Im modernen Neubau ist der Schutz vor Radon integraler Bestandteil der Bauplanung. Wichtige Maßnahmen umfassen:
- **Radondichte Bodenplatte:** Einsatz von WU-Beton mit speziellen Abdichtungssystemen (DIN 18195).
- **Radon-Brunnen oder -Drainagen:** Ableitung des Gases unter der Bodenplatte.
- **Lüftungskonzepte:** Kontrollierte Wohnraumlüftung zur Verdünnung der Radonkonzentration.
Sanierung im Bestand
Bei bestehenden Gebäuden mit erhöhten Werten stehen diverse Strategien zur Verfügung: Die Abdichtung von Durchdringungen (Rohre, Kabel) ist oft der erste Schritt. Reicht dies nicht aus, kann eine kontrollierte Lüftung oder die gezielte Absaugung des Bodengases (Bodenentlüftung) notwendig werden. Das Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) legt hierfür Referenzwerte fest, die bei 300 Bq/m³ liegen.
🧩 Systemische Einbettung
Kein Baustoff funktioniert allein. Radon im Wohnraum entfaltet seine Stärken im richtigen System. Hier sind die optimalen Kombinationen:
Dieses Material ist typischerweise Teil eines integrierten Bausystems. Wohngesundheit, Zirkularität und Energieeffizienz entstehen nicht durch Einzelmaterialien, sondern durch das Zusammenspiel aller Schichten.
Beim Umbau von Bestand kann dieses Material gezielt als Verbesserungsschicht eingesetzt werden — immer in Abstimmung mit dem restlichen Wandaufbau.
Für die optimale Systemkombination: Building Advisor starten und Profil angeben.
Der Building Advisor zeigt Ihnen, welche Systemkombination zu Ihrem Profil, Budget und Zielstandard passt — inklusive Förderungen und 50-Jahr-Kosten.
Systemkombination mit Building Advisor prüfen →