Radon im Haus

Stand: 3. November 2026

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas, das aus dem Untergrund in Gebäude eindringen kann. Es gilt als gesundheitlich relevant, sofern die gesetzlichen Referenzwerte in Innenräumen dauerhaft überschritten werden.

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das durch Risse und Undichtigkeiten aus dem Boden in Gebäude gelangt. In Deutschland gilt ein Referenzwert von 300 Bq/m³. Maßnahmen wie Abdichtungen der Bodenplatte oder Lüftungssysteme minimieren das Risiko einer gesundheitlichen Belastung.

Was ist es

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das durch den natürlichen Zerfall von Uran im Boden entsteht. Es ist geruchlos, farblos und geschmacklos. Über Bodenunundheiten gelangt es in Gebäude. Die Konzentration in der Raumluft wird in Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) gemessen.

Wie wirkt es im Gebäude

Das Gas tritt durch Fugen in Bodenplatten, Kabeldurchführungen, Risse im Mauerwerk oder über unversiegelte Kellerböden ein. Zerfallsprodukte des Radons lagern sich an Staubpartikeln in der Luft an, die beim Einatmen in die Lunge gelangen können. Dort strahlen sie die Atemwege direkt an. Laut BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) ist Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland.

Wann sinnvoll

Maßnahmen zur Radonvorsorge sind in Gebieten mit hoher Radonkonzentration (Vorsorgegebiete laut Strahlenschutzgesetz) zwingend erforderlich. Ein Neubau mit einer diffusionsdichten Bodenplatte aus WU-Beton oder eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie Radonschutzmembranen können das Eindringen technisch reduzieren. Bei Altbauten ist die Abdichtung der Bodenplatte in Kombination mit aktiven oder passiven Absaugsystemen sinnvoll.

Wann nicht sinnvoll

In Gebieten mit nachweislich niedriger Bodenbelastung ist ein übermäßiger baulicher Aufwand nicht immer wirtschaftlich begründbar. Eine pauschale Abdichtung ohne vorherige Messung der Bodenwerte stellt keine effiziente Ressourcennutzung dar.

Kosten und Aufwand

Die Kosten variieren stark. Eine einfache Messung mittels passiver Dosimeter kostet ca. 30 bis 60 Euro. Bauliche Abdichtungsmaßnahmen wie radondichte Folien im Neubau schlagen mit ca. 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Aktive Absaugsysteme verursachen neben den Installationskosten (mehrere tausend Euro) auch laufende Betriebskosten durch den Strombedarf der Ventilatoren. Dazu liegt kein belegter Kennwert vor, da die individuellen geologischen Gegebenheiten die Kosten massiv beeinflussen.

Evidenzlage

Die gesundheitliche Gefährdung durch Radon ist durch zahlreiche epidemiologische Studien (z. B. durch die WHO und das BfS) wissenschaftlich belegt. Die Grenzwerte sind in Deutschland im Strahlenschutzgesetz (§ 124 StrlSchG) mit einem Referenzwert von 300 Bq/m³ für Aufenthaltsräume festgelegt. Die Wirksamkeit baulicher Schutzmaßnahmen ist durch entsprechende DIN-Normen (DIN 18197) in der Fachplanung verankert.

⚡ GreenBuild360 Intelligence ScoreReality · Economic · Decision
⚖ Reality Engine
Reality Score9
Evidenz-Qualität0

Level A — größtenteils unbekannt

Evidenz A
🎯 Decision Engine
Zirkularität20

GreenBuild360 Intelligence Score — Reality × Economic × Decision Engine

📜 Material Passport — Phase 26ADaten → Beweis → Vertrauen → Entscheidung
9
Reality
Technisch verifiziert
⚖️Bewertung nach 7 Kriterien
🔐Trust Layer — Nachweise
🔬Langzeitdaten (>20J)✓ Belegt
Evidenzklasse A: Langzeitdaten (>20 Jahre)

GreenBuild360 Material Passport · Phase 26A · Jede Bewertung mit Quellennachweis

🧩 Systemische Einbettung

Kein Baustoff funktioniert allein. Radon im Haus entfaltet seine Stärken im richtigen System. Hier sind die optimalen Kombinationen:

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Dieses Material ist typischerweise Teil eines integrierten Bausystems. Wohngesundheit, Zirkularität und Energieeffizienz entstehen nicht durch Einzelmaterialien, sondern durch das Zusammenspiel aller Schichten.

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Beim Umbau von Bestand kann dieses Material gezielt als Verbesserungsschicht eingesetzt werden — immer in Abstimmung mit dem restlichen Wandaufbau.

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