iSFP Sanierungsfahrplan
Stand: 3. November 2026
Der Individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein staatlich gefördertes Beratungsinstrument für eine schrittweise energetische Gebäudesanierung. Er dokumentiert den Ist-Zustand und plant aufeinander abgestimmte Maßnahmen, um einen Förderbonus bei der Umsetzung zu ermöglichen.
Der iSFP ist ein standardisiertes Dokument eines Energieberaters, das eine schrittweise, energetisch sinnvolle Sanierung für Wohngebäude plant. Er bietet den Vorteil, dass umgesetzte Maßnahmen innerhalb der Geltungsdauer mit einem 5 %-Zusatzbonus in der BEG-Förderung belohnt werden.
Was ist es
Der Individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein standardisiertes Beratungsinstrument für Wohngebäude in Deutschland, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert wird. Er dient als langfristiges strategisches Konzept, um die energetische Qualität eines Gebäudes schrittweise durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu verbessern. Ein zertifizierter Energie-Effizienz-Experte erstellt hierbei auf Basis einer Vor-Ort-Analyse einen detaillierten Bericht, der den Ist-Zustand erfasst und konkrete Sanierungsschritte visualisiert.
Wie wirkt es im Gebäude
Die Wirkung entfaltet sich durch die methodische Planung, die verhindert, dass Einzelmaßnahmen die zukünftige Gesamteffizienz negativ beeinflussen. Beispielsweise wird sichergestellt, dass bei einer Dämmung der Außenwand die Fensteranordnung oder Anlagentechnik so geplant wird, dass Wärmebrücken minimiert werden und keine Bauschäden durch Feuchteakkumulation entstehen. Der iSFP unterstützt die thermische Optimierung der Gebäudehülle und der Anlagentechnik gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG).
Wann sinnvoll
Der iSFP ist sinnvoll, wenn eine schrittweise Sanierung über mehrere Jahre geplant ist, da die Umsetzung der darin empfohlenen Maßnahmen innerhalb der Gültigkeitsdauer einen zusätzlichen Förderbonus von 5 % bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ermöglicht. Er dient als Entscheidungsgrundlage für Eigentümer, um Investitionen in die Gebäudehülle und Anlagentechnik wirtschaftlich zu priorisieren.
Wann nicht sinnvoll
Der iSFP ist nicht zielführend, wenn eine sofortige Komplettsanierung zum Effizienzhaus-Standard angestrebt wird, da in diesem Fall meist direkt eine umfassende Energieberatung für ein Gesamtkonzept inklusive Nachweisen für die KfW-Förderung effizienter ist. Zudem ist er nicht sinnvoll bei Gebäuden, bei denen eine energetische Sanierung bautechnisch nicht möglich ist, etwa aufgrund von Denkmalschutzanforderungen, die den Spielraum für Maßnahmen gemäß GEG zu stark einschränken.
Kosten und Aufwand
Die Kosten für einen iSFP sind abhängig von der Gebäudegröße und Komplexität. Die Erstellung wird durch das BAFA bezuschusst. Der Anteil des Eigenbeitrags variiert je nach Angebot des Experten. Dazu liegt kein belegter Kennwert vor, da die Honorare frei verhandelbar sind. Der Zeitaufwand für den Eigentümer beschränkt sich auf den Vor-Ort-Termin mit dem Energieberater.
Evidenzlage
Der iSFP basiert auf den Berechnungsverfahren der DIN V 18599 bzw. DIN 4108-6. Die Wirksamkeit der darin empfohlenen Maßnahmen unterliegt der bauphysikalischen Nachweispflicht nach den aktuellen Normen. Die Datenbasis für die energetische Bewertung des Gebäudes ist durch die Datenerhebung vor Ort validiert. Langzeitstudien zur Reduktion des Endenergiebedarfs bei konsequenter Umsetzung der iSFP-Empfehlungen liegen durch Monitoringberichte des Bundes vor.
🧩 Systemische Einbettung
Kein Baustoff funktioniert allein. iSFP Sanierungsfahrplan entfaltet seine Stärken im richtigen System. Hier sind die optimalen Kombinationen:
Dieses Material ist typischerweise Teil eines integrierten Bausystems. Wohngesundheit, Zirkularität und Energieeffizienz entstehen nicht durch Einzelmaterialien, sondern durch das Zusammenspiel aller Schichten.
Beim Umbau von Bestand kann dieses Material gezielt als Verbesserungsschicht eingesetzt werden — immer in Abstimmung mit dem restlichen Wandaufbau.
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Der Building Advisor zeigt Ihnen, welche Systemkombination zu Ihrem Profil, Budget und Zielstandard passt — inklusive Förderungen und 50-Jahr-Kosten.
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