Hotel
Stand: 3. November 2026
Das Rebuild-Hotelkonzept setzt auf zirkuläre Bauweise mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Lehm und Hanf. Ziel ist eine sortenreine Trennbarkeit und hohe Ressourceneffizienz bei der Revitalisierung oder Errichtung von Beherbergungsbetrieben.
Das Rebuild-Hotelkonzept nutzt rückbaubare Holz-, Lehm- und Strohkonstruktionen zur Minimierung des ökologischen Fußabdrucks über den Lebenszyklus. Es basiert auf reversiblen Verbindungen und nachweisbaren Materialdeklarationen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.
Was ist es
Das Hotel-Rebuild-Konzept von GreenBuild360 bezeichnet die Revitalisierung von Bestandsgebäuden oder den Neubau von Beherbergungsstätten unter konsequenter Anwendung zirkulärer Prinzipien. Dabei kommen Baustoffe wie Holz, Lehm, Hanf und Stroh zum Einsatz, die gemäß DIN EN 15804 in Umweltproduktdeklarationen (EPD) als emissionsarm und stofflich rückführbar ausgewiesen sind. Der Fokus liegt auf der konstruktiven Trennbarkeit der Bauteilschichten.
Wie wirkt es im Gebäude
Durch den Einsatz diffusionsoffener Materialien wie Lehmputz und Hanfdämmung reguliert das Gebäude die Raumfeuchte laut DIN 4108-3. Holz als tragendes Element dient als zeitlich begrenzter Kohlenstoffspeicher. Die mechanische Verbindungstechnik ermöglicht den sortenreinen Rückbau am Ende der Lebensdauer. Die Wärmespeicherfähigkeit von Lehm trägt zur thermischen Trägheit bei, was den Bedarf für aktive Kühltechnik in Hotelzimmern nach DIN V 18599 reduzieren kann.
Wann sinnvoll
Ein Rebuild ist sinnvoll, wenn die statische Grundstruktur eines Bestandshotels noch nutzbar ist und eine Sanierung die graue Energie des Bestands erhält. Bei Neubauten ist der Ansatz zielführend, wenn das Ziel ein Materialpass nach DGNB-Standard ist, um den Restwert der Materialien am Ende der Nutzungsphase bilanziell abzubilden.
Wann nicht sinnvoll
Der Ansatz ist bei Gebäuden mit massiver Schadstoffbelastung (z. B. PCB-haltige Fugenmassen oder Asbest in nicht trennbaren Verbundsystemen) nur mit hohem Aufwand zur Dekontamination realisierbar. Wenn die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an den Brandschutz (Gebäudeklasse 4 oder 5) ohne massiven Einsatz von Brandschutzbeschichtungen nicht durch den Holzbau erfüllt werden können, ist eine Abwägung erforderlich.
Kosten und Aufwand
Die Investitionskosten für nachwachsende Rohstoffe in Verbindung mit reversibler Verbindungstechnik liegen über denen konventioneller Massivbauten nach Baukostenindex. Der Planungsaufwand ist durch die notwendige Zertifizierung der rückbaubaren Anschlusspunkte erhöht. Dazu liegt kein belegter Kennwert vor, da die Kosten stark von der lokalen Verfügbarkeit der Baustoffe abhängen.
Evidenzlage
Die physikalischen Kennwerte der eingesetzten Materialien sind durch EPDs und technische Datenblätter nach geltenden DIN-Normen belegt. Langzeitdaten zur Alterung von Hanf-Stroh-Gemischen in großflächigen Hotelbauten sind jedoch begrenzt. Die statische Nachweisbarkeit erfolgt nach Eurocode 5 für den Holzbau. Es existieren derzeit keine flächendeckenden Langzeitstudien über den gesamten Lebenszyklus eines solch rückbaubaren Hotelbaus im industriellen Maßstab.
🧩 Systemische Einbettung
Kein Baustoff funktioniert allein. Hotel entfaltet seine Stärken im richtigen System. Hier sind die optimalen Kombinationen:
Dieses Material ist typischerweise Teil eines integrierten Bausystems. Wohngesundheit, Zirkularität und Energieeffizienz entstehen nicht durch Einzelmaterialien, sondern durch das Zusammenspiel aller Schichten.
Beim Umbau von Bestand kann dieses Material gezielt als Verbesserungsschicht eingesetzt werden — immer in Abstimmung mit dem restlichen Wandaufbau.
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Der Building Advisor zeigt Ihnen, welche Systemkombination zu Ihrem Profil, Budget und Zielstandard passt — inklusive Förderungen und 50-Jahr-Kosten.
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