Bodenplatte-Modul
Stand: 3. November 2026
Das Bodenplatte-Modul ist ein modulares, trocken gefügtes Fundamentierungssystem für den Holzbau. Es ermöglicht eine schnelle Montage und den Rückbau der Konstruktion durch mechanische Verbindungen.
Das Bodenplatte-Modul ist ein modulares Fundamentsystem, das durch Trockenbauweise die Montagezeit verkürzt und einen späteren Rückbau durch mechanische Verbindungen ermöglicht, statt auf monolithischen Ortbeton zu setzen.
Was ist es
Das Bodenplatte-Modul ist ein vorgefertigtes, modular aufgebautes Fundamentierungssystem für den Holzbau. Es besteht aus industriell gefertigten Einzelelementen, die auf der Baustelle trocken gefügt werden. Im Gegensatz zur klassischen Ortbeton-Bodenplatte erfolgt die Montage mechanisch, oft durch Schraub- oder Steckverbindungen. Die statische Lastabtragung erfolgt über Punkt- oder Streifenfundamente, die durch das Modulsystem überbrückt werden.
Wie wirkt es im Gebäude
Die modulare Bodenplatte fungiert als lastverteilende Ebene zwischen dem Baugrund und der Gebäudehülle. Durch die industrielle Fertigung in witterungsunabhängigen Produktionshallen wird die Passgenauigkeit erhöht. Da keine Trocknungszeiten für Beton anfallen, entfällt der Feuchtigkeitseintrag in den Bauprozess. Das Modulsystem ermöglicht eine Entkopplung vom Untergrund, was den Rückbau oder die Versetzung des gesamten Gebäudes im Sinne eines kreislauffähigen Bauens unterstützt.
Wann sinnvoll
Das System ist sinnvoll, wenn die Bauzeit minimiert werden soll, da die Montagezeit im Vergleich zu gegossenen Fundamenten reduziert ist. Es bietet Vorteile bei Grundstücken mit schwierigen Bodenverhältnissen, sofern eine punktuelle Gründung statisch nachgewiesen werden kann. Auch bei temporären Bauwerken, die nach einer Nutzungsdauer von 5-10 Jahren an einen anderen Standort verlagert werden sollen, bietet das System Vorteile bei der Rückbaubarkeit.
Wann nicht sinnvoll
Das Modulsystem ist nicht sinnvoll bei sehr hohen statischen Einzellasten, die eine großflächige Lastverteilung über eine monolithische Bodenplatte nach DIN 1045 erfordern. Bei einem sehr hohen Grundwasserspiegel oder notwendigen wasserundurchlässigen Konstruktionen (Weiße Wanne) ist die Abdichtung der Modulfugen technisch komplex und kostenintensiv. Zudem ist das System nicht wirtschaftlich bei sehr kleinen oder hochkomplexen, individuell verwinkelten Grundrissen, da hier der Planungsaufwand für die Modulgeometrie die Vorteile der Vorfertigung überwiegt.
Kosten und Aufwand
Die Materialkosten liegen im Bereich von modularen Systemen im gehobenen Segment. Der Aufwand für die Logistik und die präzise Vermessung des Untergrunds ist höher als beim Ortbeton. Die Montagekosten sind jedoch durch die kurze Zeit vor Ort oft geringer. Dazu liegt kein belegter Kennwert vor, der für alle Bodentypen gleichermaßen gilt. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark vom Grad der Standardisierung ab.
Evidenzlage
Die statische Bemessung erfolgt nach den Eurocodes (DIN EN 1991 ff.). Da es sich um systemeigene Lösungen handelt, liegen für die Gesamtkonstruktion oft allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) oder Zustimmungen im Einzelfall vor. Langzeitstudien zur Dauerhaftigkeit der Verbindungsdetails in direktem Erdkontakt sind projektspezifisch zu prüfen. Die thermischen Kennwerte sind gemäß DIN 4108-2 für das jeweilige Dämmpaket zu berechnen.
🧩 Systemische Einbettung
Kein Baustoff funktioniert allein. Bodenplatte-Modul entfaltet seine Stärken im richtigen System. Hier sind die optimalen Kombinationen:
Dieses Material ist typischerweise Teil eines integrierten Bausystems. Wohngesundheit, Zirkularität und Energieeffizienz entstehen nicht durch Einzelmaterialien, sondern durch das Zusammenspiel aller Schichten.
Beim Umbau von Bestand kann dieses Material gezielt als Verbesserungsschicht eingesetzt werden — immer in Abstimmung mit dem restlichen Wandaufbau.
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Der Building Advisor zeigt Ihnen, welche Systemkombination zu Ihrem Profil, Budget und Zielstandard passt — inklusive Förderungen und 50-Jahr-Kosten.
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