Stopfhanf / Schütthanf vs. Zellulose-Einblasdämmung — Einblasdämmung im Vergleich
Auf einen Blick
Stopfhanf und Zellulose-Einblasdämmung sind vergleichbare nachwachsende Einblasdämmstoffe. Hanf ist hydrophob und strukturstabiler; Zellulose hat einen geringfügig besseren λ-Wert und ist günstiger. Beide sind QNG-fähig. Die Wahl hängt von Feuchtebelastung, Budget und Verarbeitungspräferenz ab.
Problem
Stopfhanf (λ ≈ 0,040–0,045 W/mK, hydrophob, ca. 25–35 €/m³) und Zellulose (λ ≈ 0,038–0,042 W/mK, borsalzimprägniert, ca. 20–30 €/m³) sind beide nachwachsende Einblasdämmstoffe. Hanf für feuchtebelastete Bereiche, Zellulose für optimierten λ-Wert und Budget.
Kurzantwort
Stopfhanf und Zellulose-Einblasdämmung sind vergleichbare nachwachsende Einblasdämmstoffe. Hanf ist hydrophob und strukturstabiler; Zellulose hat einen geringfügig besseren λ-Wert und ist günstiger. Beide sind QNG-fähig. Die Wahl hängt von Feuchtebelastung, Budget und Verarbeitungspräferenz ab.
Quellen & Nachweise
Geprüfte Institutionen und Vorgaben, deren Nachweise in diese Entscheidung eingeflossen sind:
- DIN EN 15101-1 — Zellulose-Dämmstoffe
- DIN EN ISO 10456 — Bauphysikalische Kennwerte
- DIN 4102-1 — Brandverhalten von Baustoffen
- Hanffaser Uckermark EPD — DIN EN 15804
- Zellulose-Hersteller EPD (Climacell, Isofloc)
Kriterien-Vergleich — Fakten-Matrix
| Kriterium | Stopfhanf / Schütthanf (Hanffaser Uckermark) | Zellulose-Einblasdämmung |
|---|---|---|
| Investition | ca. 25–35 €/m³ (Stopfhanf/Schütthanf, Herstellerangabe) | ca. 20–30 €/m³ (Zellulose-Einblasdämmung) |
| Betriebskosten | Hydrophobe Faser → geringeres Schimmelrisiko bei Feuchte | Borsalz-Imprägnierung → Brandschutz und Schimmelresistenz |
| Lebensdauer | Herstellerangabe: > 50 Jahre; Hanffaser Uckermark hat Langzeitreferenzen | > 50 Jahre (DIN EN 15101-1); etablierte Langzeitdaten |
| Förderung | QNG-fähig bei Gesamtkonzept; KfW 261 bei Effizienzhaus-Standard | QNG-fähig bei Gesamtkonzept; KfW 261 bei Effizienzhaus-Standard |
| CO₂-Bilanz | CO₂-bindend durch Hanffaser (Herstellerangabe); EPD verfügbar (Hanffaser Uckermark) | CO₂-bindend durch Zellulose (Altpapier-Recycling); EPD verfügbar (DIN EN 15804) |
Wo fehlen geprüfte Kennwerte? Ehrlich, ohne Marketing
Systemkette — Was kommt auf die Gewerke zu?
- Beide benötigen diffusionsoffene Abdichtung (Dampfbremse vermeiden)
- Einblasdämmung erfordert geschlossene Hohlraumbegrenzung
- Hanf ist strukturstabiler (kein Setzen bei fachgerechter Verarbeitung)
- Zellulose erfordert Einblastechnik (Fachbetrieb empfohlen)
Diese Fragen sollten Sie dem Hersteller stellen
- Welche Wärmeleitfähigkeit (λ) ist für mein Produkt deklariert?
- Liegt eine EPD nach DIN EN 15804 vor?
- Welche Brandschutzklasse (DIN 4102) hat das Produkt?
- Ist das Produkt für mein Hohlraumvolumen geeignet (Setzungsverhalten)?
Welche GreenBuild-Prinzipien werden durch diese Entscheidung unterstützt?
Jede Empfehlung auf dieser Plattform folgt demselben nachvollziehbaren System. Diese Entscheidung unterstützt die folgenden Prinzipien aus dem GreenBuild Manifest:
Gebäude werden so geplant, dass sie zerlegt, sortiert und wiederverwendet werden können.
→ Kann das Gebäude am Ende zerlegt und wiederverwendet werden?
Keine Schadstoffe, keine Dampfbremsen aus Verbundstoffen, keine versteckten Risiken.
→ Sind alle verwendeten Materialien schadstofffrei und diffusionsoffen?
Praxis — Welche Gebäude wurden bereits so gebaut?
Reale Referenzprojekte aus dem Markt, die diese Lösung bereits erfolgreich umgesetzt haben — mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.
Die Suche findet real gebaute Projekte im D-A-CH-Raum mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.
Kosten — Investition, Betrieb, Lebenszyklus
| Kriterium | Stopfhanf / Schütthanf (Hanffaser Uckermark) | Zellulose-Einblasdämmung |
|---|---|---|
| Investition | ca. 25–35 €/m³ (Stopfhanf/Schütthanf, Herstellerangabe) | ca. 20–30 €/m³ (Zellulose-Einblasdämmung) |
| Betriebskosten/Jahr | Hydrophobe Faser → geringeres Schimmelrisiko bei Feuchte | Borsalz-Imprägnierung → Brandschutz und Schimmelresistenz |
| Lebensdauer | Herstellerangabe: > 50 Jahre; Hanffaser Uckermark hat Langzeitreferenzen | > 50 Jahre (DIN EN 15101-1); etablierte Langzeitdaten |
| Förderung | QNG-fähig bei Gesamtkonzept; KfW 261 bei Effizienzhaus-Standard | QNG-fähig bei Gesamtkonzept; KfW 261 bei Effizienzhaus-Standard |
| CO₂-Bilanz | CO₂-bindend durch Hanffaser (Herstellerangabe); EPD verfügbar (Hanffaser Uckermark) | CO₂-bindend durch Zellulose (Altpapier-Recycling); EPD verfügbar (DIN EN 15804) |
Klimawandel — Wie funktioniert das bei 40°C, Starkregen, Trockenheit 2050?
Einschätzung Zukunftsrisiko: gering (redaktionelle Bewertung, projektabhängig).
Wir prüfen jede Entscheidung gegen die Klimaszenarien 2050: Hitzewellen, Starkregen, Trockenheit. Eine Lösung, die nur heute funktioniert, ist keine Lösung.
Quellen — vollständig, mit Originalquelle
- DIN EN 15101-1 — Zellulose-Dämmstoffe
- DIN EN ISO 10456 — Bauphysikalische Kennwerte
- DIN 4102-1 — Brandverhalten von Baustoffen
- Hanffaser Uckermark EPD — DIN EN 15804
- Zellulose-Hersteller EPD (Climacell, Isofloc)
Building Advisor — Welche nächste Entscheidung ergibt sich?
Diese Entscheidung ist selten isoliert. Sie führt zu Folgefragen: Welche Förderung greift? Wie kombiniere ich Heizung, Kühlung und Lüftung? Passt das zu meinem Gebäudetyp?
Building Advisor starten →Der Building Advisor prüft, was für Ihren konkreten Fall gilt — kostenlos und unverbindlich.
Building Advisor starten →