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Lehm Ton Erde Stampflehm vs. Stahlbeton — Massivbau (Architektur)

Auf einen Blick

Lehm Ton Erde (Schlins/Österreich) bietet Stampflehm-Systeme für architektonische Massivbauten (DIN 18946, Rohdichte ~1.600–2.000 kg/m³, Druckfestigkeit 2–5 N/mm², ca. 0,02 kg CO₂/kg (GWP A1-A3, Herstellerangabe)). Stahlbeton (DIN EN 1992) hat Druckfestigkeit 20–50 N/mm², ist universell tragend. Stampflehm: diffusionsoffen, feuchteregulierend, Handarbeit. Stahlbeton: maschinell, schneller. Kosten: Stampflehm 200–400 €/m³, Stahlbeton 150–300 €/m³.

NachgewiesenGeprüft: 08. Oktober 20265 Quellen DIN
Lehm Ton Erde Stampflehm (massiv, architektonisch)vs.Stahlbeton (massiv, konventionell)
1.

Problem

Lehm Ton Erde (Schlins/Österreich) bietet Stampflehm-Systeme für architektonische Massivbauten (DIN 18946, Rohdichte ~1.600–2.000 kg/m³, Druckfestigkeit 2–5 N/mm², ca. 0,02 kg CO₂/kg (GWP A1-A3, Herstellerangabe)). Stahlbeton (DIN EN 1992) hat Druckfestigkeit 20–50 N/mm², ist universell tragend. Stampflehm: diffusionsoffen, feuchteregulierend, Handarbeit. Stahlbeton: maschinell, schneller. Kosten: Stampflehm 200–400 €/m³, Stahlbeton 150–300 €/m³.

2.

Kurzantwort

Lehm Ton Erde bietet architektonischen Stampflehm — ca. 0,02 kg CO₂/kg (GWP A1-A3, Herstellerangabe), diffusionsoffen, hohe Speichermasse, ästhetisch. Stahlbeton ist universell tragend, schneller und günstiger, aber CO₂-intensiv. Stampflehm für ökologische Architektur, Stahlbeton für maximale Tragfähigkeit und Effizienz.

§

Quellen & Nachweise

Geprüfte Institutionen und Vorgaben, deren Nachweise in diese Entscheidung eingeflossen sind:

  • DIN 18946:2019 — Stampflehm
  • Lehm Ton Erde Projektunterlagen (lehmtonerde.at, 2024)
  • DIN EN 1992-1-1 — Eurocode 2 (Stahlbeton)
  • DIN 4108-2 — Sommerlicher Wärmeschutz
  • UNESCO Welterbe Stampflehm (Lehmbau-Tradition)
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Kriterien-Vergleich — Fakten-Matrix

KriteriumLehm Ton Erde Stampflehm (massiv, architektonisch)Stahlbeton (massiv, konventionell)
Investitionca. 200–400 €/m³ (Stampflehm, System + Handarbeit)ca. 150–300 €/m³ (Stahlbeton, Ortbeton)
Betriebskostenhohe Speichermasse → geringer Heiz-/Kühlbedarf, passiv, feuchteregulierendhohe Speichermasse → geringer Heiz-/Kühlbedarf, passiv, keine Feuchteregulation
Lebensdauerhohe Lebensdauer bei diffusionsoffenem Aufbau und sachgerechter Pflege; dazu liegt kein belegter Kennwert vor>80 Jahre, aber Bewehrungskorrosion bei Feuchtigkeit beachten
FörderungFörderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG nur als Gesamtsystem)Förderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG-Status baustoffabhängig)
CO₂-BilanzLehm: ca. 0,02 kg CO₂/kg Lehm (GWP A1-A3, Herstellerangabe; kein Brennprozess)Stahlbeton: ca. 0,15–0,30 kg CO₂/kg (Zement + Stahl energieintensiv)
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Wo fehlen geprüfte Kennwerte? Ehrlich, ohne Marketing

⚠Tragfähigkeit für Gebäudeklassen 4+ bei Stampflehm nicht einheitlich nachgewiesen
⚠Langzeit-Feuchteverhalten (Sorption/Desorption über 50+ Jahre) nicht dokumentiert
⚠Schallschutz R_w des Stampflehms nicht einheitlich deklariert
Prüfnachweis-Empfehlung: EPD, ETA, DIBt, QNG, CE oder DIN/ISO-Norm ergänzen, bevor Sie ein Produkt auf dieser Entscheidung vergeben.
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Systemkette — Was kommt auf die Gewerke zu?

  • Stampflehm erfordert Schalung + Rüttelverdichtung — Handarbeit, zeitintensiv
  • Stahlbeton: Ortbeton + Schalung + Bewehrung — maschinell, schneller
  • Stampflehm: diffusionsoffen, keine Dampfbremse, Lehmputz als Oberfläche
  • Logistik: Lehm regional (Aushub möglich), Stahlbeton: Zement + Stahl + Transport
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Diese Fragen sollten Sie dem Hersteller stellen

  1. Welche Druckfestigkeit (N/mm²) ist für das Stampflehm-System deklariert (tragend/nicht-tragend)?
  2. Welche Wandstärken (mm) und welche Schalungstechnik werden verwendet?
  3. Liegt eine EPD nach EN 15804 für das Stampflehmsystem vor?
  4. Welche Referenzprojekte (Architektur) sind dokumentiert und nach welchen Normen?

Welche GreenBuild-Prinzipien werden durch diese Entscheidung unterstützt?

Jede Empfehlung auf dieser Plattform folgt demselben nachvollziehbaren System. Diese Entscheidung unterstützt die folgenden Prinzipien aus dem GreenBuild Manifest:

Passive Gebäudeintelligenz

Wir nutzen Gebäudestruktur, Speichermasse und natürliche physikalische Effekte vor aktiver Technik.

→ Kann das Problem passiv gelöst werden — ohne Energieverbrauch?

Kreislauffähigkeit

Gebäude werden so geplant, dass sie zerlegt, sortiert und wiederverwendet werden können.

→ Kann das Gebäude am Ende zerlegt und wiederverwendet werden?

Wohngesundheit

Keine Schadstoffe, keine Dampfbremsen aus Verbundstoffen, keine versteckten Risiken.

→ Sind alle verwendeten Materialien schadstofffrei und diffusionsoffen?

Anpassungsfähigkeit an Klima und Nutzung

Gebäude, die bei 40°C, Starkregen und Nutzungswechsel funktionieren — heute und 2050.

→ Funktioniert das Gebäude auch bei 40°C, Starkregen und geänderter Nutzung?

3.

Praxis — Welche Gebäude wurden bereits so gebaut?

Reale Referenzprojekte aus dem Markt, die diese Lösung bereits erfolgreich umgesetzt haben — mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.

Die Suche findet real gebaute Projekte im D-A-CH-Raum mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.

4.

Kosten — Investition, Betrieb, Lebenszyklus

KriteriumLehm Ton Erde Stampflehm (massiv, architektonisch)Stahlbeton (massiv, konventionell)
Investitionca. 200–400 €/m³ (Stampflehm, System + Handarbeit)ca. 150–300 €/m³ (Stahlbeton, Ortbeton)
Betriebskosten/Jahrhohe Speichermasse → geringer Heiz-/Kühlbedarf, passiv, feuchteregulierendhohe Speichermasse → geringer Heiz-/Kühlbedarf, passiv, keine Feuchteregulation
Lebensdauerhohe Lebensdauer bei diffusionsoffenem Aufbau und sachgerechter Pflege; dazu liegt kein belegter Kennwert vor>80 Jahre, aber Bewehrungskorrosion bei Feuchtigkeit beachten
FörderungFörderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG nur als Gesamtsystem)Förderfähigkeit wird projektbezogen geprüft (KfW 261/BEG; QNG-Status baustoffabhängig)
CO₂-BilanzLehm: ca. 0,02 kg CO₂/kg Lehm (GWP A1-A3, Herstellerangabe; kein Brennprozess)Stahlbeton: ca. 0,15–0,30 kg CO₂/kg (Zement + Stahl energieintensiv)
5.

Klimawandel — Wie funktioniert das bei 40°C, Starkregen, Trockenheit 2050?

Einschätzung Zukunftsrisiko: gering (redaktionelle Bewertung, projektabhängig).

Wir prüfen jede Entscheidung gegen die Klimaszenarien 2050: Hitzewellen, Starkregen, Trockenheit. Eine Lösung, die nur heute funktioniert, ist keine Lösung.

6.

Quellen — vollständig, mit Originalquelle

  1. DIN 18946:2019 — Stampflehm
  2. Lehm Ton Erde Projektunterlagen (lehmtonerde.at, 2024)
  3. DIN EN 1992-1-1 — Eurocode 2 (Stahlbeton)
  4. DIN 4108-2 — Sommerlicher Wärmeschutz
  5. UNESCO Welterbe Stampflehm (Lehmbau-Tradition)
7.

Building Advisor — Welche nächste Entscheidung ergibt sich?

Diese Entscheidung ist selten isoliert. Sie führt zu Folgefragen: Welche Förderung greift? Wie kombiniere ich Heizung, Kühlung und Lüftung? Passt das zu meinem Gebäudetyp?

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Der Building Advisor prüft, was für Ihren konkreten Fall gilt — kostenlos und unverbindlich.

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Diese Entscheidung gehört zu

BauweisePlanungNachhaltige MaterialienSanierung
Diese Empfehlung basiert zusätzlich auf
DIN 18946:2019 — Stampflehm
Lehm Ton Erde Projektunterlagen (lehmtonerde.at, 2024)
DIN EN 1992-1-1 — Eurocode 2 (Stahlbeton)
DIN 4108-2 — Sommerlicher Wärmeschutz
UNESCO Welterbe Stampflehm (Lehmbau-Tradition)
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