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Architektonische Verschattung (Dachüberstand) oder technische Verschattung (Raffstore) — was ist wirtschaftlicher?

Auf einen Blick

Kein either-or: Der Dachüberstand verschattet wartungsfrei, stromlos und dauerhaft — schützt zusätzlich Fassade und Fenster vor Schlagregen und reduziert Witterungsbeanspruchung. Er erreicht aber tiefer stehende Sonne (Ost-/West, Winter) nicht zuverlässig und braucht konstruktiven Raum im Entwurf. Der Raffstore ist steuerbar, verstellbar und deckt jede Sonnenstandslage ab — dafür mit Antrieb, Wartung, Reparaturrisiko und Sommer-Strombedarf.

NachgewiesenGeprüft: 11. Oktober 20263 Quellen DIN
Architektonische Verschattung (Dachüberstand, Brüstung)vs.Technische Verschattung (Raffstore, Markise)
1.

Problem

Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Nutzungsdauer und Wartungsintensität ab. Architektonische Verschattung ist als passives Element wartungsarm und langlebig, schränkt jedoch die solaren Gewinne im Winter ein, wenn sie nicht exakt geplant ist. Technische Verschattung bietet hohe Flexibilität bei der Lichtsteuerung, erfordert jedoch Investitionen in Instandhaltung und Reparaturen über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.

2.

Kurzantwort

Kein either-or: Der Dachüberstand verschattet wartungsfrei, stromlos und dauerhaft — schützt zusätzlich Fassade und Fenster vor Schlagregen und reduziert Witterungsbeanspruchung. Er erreicht aber tiefer stehende Sonne (Ost-/West, Winter) nicht zuverlässig und braucht konstruktiven Raum im Entwurf. Der Raffstore ist steuerbar, verstellbar und deckt jede Sonnenstandslage ab — dafür mit Antrieb, Wartung, Reparaturrisiko und Sommer-Strombedarf.

§

Quellen & Nachweise

Geprüfte Institutionen und Vorgaben, deren Nachweise in diese Entscheidung eingeflossen sind:

  • DIN 4108-2 (Sommerlicher Wärmeschutz)
  • Musterbauordnung/Holzbau-Regeln (Schlagregenschutz DIN 4108-3)
  • Herstellerangaben
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Kriterien-Vergleich — Fakten-Matrix

KriteriumArchitektonische Verschattung (Dachüberstand, Brüstung)Technische Verschattung (Raffstore, Markise)
Investitionca. 150–400 €/m Überstand (Marktübersicht, statisch mitgeplant)ca. 200–500 €/m² Fensterfläche (Marktübersicht, Raffstore)
Betriebskosten0 € (wartungsfrei)ca. 20–50 €/Jahr Wartung (Herstellerangabe)
Lebensdauer50+ Jahre (Gebäudelebensdauer, wartungsfrei)15–25 Jahre (Herstellerangabe, mechanische Verschattung)
CO₂-BilanzKein öffentlich belegter GWP-Wert verfügbar — LückenmarkierungKein öffentlich belegter GWP-Wert verfügbar — Lückenmarkierung
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Wo fehlen geprüfte Kennwerte? Ehrlich, ohne Marketing

⚠Kein öffentlich belegter GWP-Wert für Dachüberstand verfügbar
⚠Verschattungswirkung abhängig von geografischer Breite und Fensterhöhe — DIN 4108-2 Berechnung erforderlich
Prüfnachweis-Empfehlung: EPD, ETA, DIBt, QNG, CE oder DIN/ISO-Norm ergänzen, bevor Sie ein Produkt auf dieser Entscheidung vergeben.
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Systemkette — Was kommt auf die Gewerke zu?

  • Dachüberstand muss statisch mitgeplant werden — nachträglich kaum realisierbar
  • Ost-/West-Fassaden erfordern immer technische Verschattung (tiefer Sonnenstand)
  • Verschattung und Tageslichtausbeute abstimmen — Verschattung reduziert auch Tageslicht
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Diese Fragen sollten Sie dem Hersteller stellen

  1. Welche Verschattungswirkung weist Ihr Raffstore nach ift-Rosenheim aus?
  2. Welche Windlastklasse wird erreicht und bis zu welcher Gebäudehöhe ist der Einsatz zulässig?
  3. Welche Wartungsintervalle sind erforderlich und wie hoch sind die Ersatzteilkosten?

Welche GreenBuild-Prinzipien werden durch diese Entscheidung unterstützt?

Jede Empfehlung auf dieser Plattform folgt demselben nachvollziehbaren System. Diese Entscheidung unterstützt die folgenden Prinzipien aus dem GreenBuild Manifest:

Passive Gebäudeintelligenz

Wir nutzen Gebäudestruktur, Speichermasse und natürliche physikalische Effekte vor aktiver Technik.

→ Kann das Problem passiv gelöst werden — ohne Energieverbrauch?

Kreislauffähigkeit

Gebäude werden so geplant, dass sie zerlegt, sortiert und wiederverwendet werden können.

→ Kann das Gebäude am Ende zerlegt und wiederverwendet werden?

Langlebigkeit

Materialien und Konstruktionen, die 50+ Jahre halten — ohne vorzeitigen Austausch.

→ Hält diese Lösung 50 Jahre oder länger ohne Austausch?

Wirtschaftliche Vernunft

Lebenszykluskosten statt Kaufpreis. Die billigste Lösung ist selten die günstigste.

→ Was kostet diese Lösung über 50 Jahre — inklusive Wartung, Austausch und Energie?

Anpassungsfähigkeit an Klima und Nutzung

Gebäude, die bei 40°C, Starkregen und Nutzungswechsel funktionieren — heute und 2050.

→ Funktioniert das Gebäude auch bei 40°C, Starkregen und geänderter Nutzung?

3.

Praxis — Welche Gebäude wurden bereits so gebaut?

Reale Referenzprojekte aus dem Markt, die diese Lösung bereits erfolgreich umgesetzt haben — mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.

Die Suche findet real gebaute Projekte im D-A-CH-Raum mit messbaren Ergebnissen und öffentlichen Quellen.

4.

Kosten — Investition, Betrieb, Lebenszyklus

KriteriumArchitektonische Verschattung (Dachüberstand, Brüstung)Technische Verschattung (Raffstore, Markise)
Investitionca. 150–400 €/m Überstand (Marktübersicht, statisch mitgeplant)ca. 200–500 €/m² Fensterfläche (Marktübersicht, Raffstore)
Betriebskosten/Jahr0 € (wartungsfrei)ca. 20–50 €/Jahr Wartung (Herstellerangabe)
Lebensdauer50+ Jahre (Gebäudelebensdauer, wartungsfrei)15–25 Jahre (Herstellerangabe, mechanische Verschattung)
CO₂-BilanzKein öffentlich belegter GWP-Wert verfügbar — LückenmarkierungKein öffentlich belegter GWP-Wert verfügbar — Lückenmarkierung
5.

Klimawandel — Wie funktioniert das bei 40°C, Starkregen, Trockenheit 2050?

Einschätzung Zukunftsrisiko: gering (redaktionelle Bewertung, projektabhängig).

Wir prüfen jede Entscheidung gegen die Klimaszenarien 2050: Hitzewellen, Starkregen, Trockenheit. Eine Lösung, die nur heute funktioniert, ist keine Lösung.

6.

Quellen — vollständig, mit Originalquelle

  1. DIN 4108-2 (Sommerlicher Wärmeschutz)
  2. Musterbauordnung/Holzbau-Regeln (Schlagregenschutz DIN 4108-3)
  3. Herstellerangaben
7.

Building Advisor — Welche nächste Entscheidung ergibt sich?

Diese Entscheidung ist selten isoliert. Sie führt zu Folgefragen: Welche Förderung greift? Wie kombiniere ich Heizung, Kühlung und Lüftung? Passt das zu meinem Gebäudetyp?

Building Advisor starten →
Passt das zu Ihrem Projekt?

Der Building Advisor prüft, was für Ihren konkreten Fall gilt — kostenlos und unverbindlich.

Building Advisor starten →

Diese Entscheidung gehört zu

GebäudehüllePlanungNachhaltige MaterialienSanierung
Diese Empfehlung basiert zusätzlich auf
DIN 4108-2 (Sommerlicher Wärmeschutz)
Musterbauordnung/Holzbau-Regeln (Schlagregenschutz DIN 4108-3)
Herstellerangaben

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